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AQAP und ISO 9001: Quick Facts!

  • vor 10 Minuten
  • 2 Min. Lesezeit

Wer im Bereich der Verteidigung ins Geschäft kommen will, muss je nach Gewerk einiges nachweisen. In anspruchsvollen Produkten ist die Erfüllung der ISO 9001 Bedingung. Allerdings ist auch das nicht immer genug.


Denn die "Alliance Quality Assurance Publications" der NATO, kurz AQAP, haben additive Anforderungen, um den hohen Ansprüchen an Systeme und Gerät in der Luft, auf See oder auf dem Land gerecht zu werden. Sie sind in der ganzen NATO anwendbar.

Man muss also beides erfüllen, ISO 9001 und AQAP sind relevant. Aber verfällt die ISO 9001-Zertifizierung, verfällt auch AQAP!


Was sind also die entscheidenden AQAP-Erweiterungen, die ein bestehendes ISO-9001-Unternehmen für Defence-Aufträge aufbauen bzw. deutlich erweitern muss?


Sie liegen insbesondere in folgenden Bereichen:

  • Government Quality Assurance (GQA) und Zusammenarbeit mit dem GQAR: Der Lieferant muss die staatliche Qualitätssicherung unterstützen und dem GQAR bzw. Acquirer die vertraglich vorgesehenen Zugangs-, Informations- und Prüfungsrechte ermöglichen.

  • Vertragsspezifischer Quality Plan: Insbesondere nach AQAP 2105 muss nachvollziehbar geplant und dokumentiert werden, wie die konkreten Vertragsanforderungen erfüllt werden.

  • Requirement & Solution Compliance Matrix: Sämtliche vertraglichen Anforderungen müssen bis zu ihrer technischen bzw. organisatorischen Umsetzung nachvollziehbar sein. Die Matrix kann Bestandteil des Quality Plans oder dessen Anhang sein.

  • Formelles, vertragsspezifisches Risikomanagement: Risiken müssen systematisch identifiziert, bewertet und in den Qualitäts- und Projektplanungsprozess integriert werden. AQAP geht damit über das allgemeine risikobasierte Denken der ISO 9001 hinaus.

  • Configuration Management: Konfigurationsplanung, Configuration Identification, Change Control, Configuration Status Accounting und Configuration Audit werden zu einem eigenständigen, nachweisbaren Prozess.

  • Critical Items / Critical Product Characteristics und Dependability: Kritische Produkt- und Prozessmerkmale müssen identifiziert, beherrscht und nachweisbar überwacht werden. Zusätzlich sind Anforderungen an Dependability zu berücksichtigen.

  • Erweitertes Defence-Lieferantenmanagement: Die Auswahl, Bewertung, Überwachung und Steuerung von External Providers muss insbesondere hinsichtlich Vertragsanforderungen, Risiken, kritischer Komponenten und des erforderlichen Flow-downs beherrscht werden.

  • Counterfeit Materiel: Es muss ein Prozess zur Vermeidung, Erkennung, Eindämmung und Behandlung von Counterfeit Materiel etabliert werden.

  • Rückverfolgbarkeit und objektive Nachweise: Herkunft, Konfiguration, Prüfungen, Freigaben und relevante Qualitätsnachweise müssen – abhängig von Vertrag und Produkt – nachvollziehbar sein.

  • Strenges Nonconformity- und Deviation-Management: Abweichungen, Reparaturen, Nacharbeiten und Sonderfreigaben müssen kontrolliert, dokumentiert und – soweit vertraglich erforderlich – dem Acquirer/GQAR zur Zustimmung vorgelegt werden.

  • Certificate of Conformity (CoC): CoC-Anforderungen sind insbesondere als vertragliche Forderung zu berücksichtigen und müssen in den Freigabe- und Nachweisprozess integriert werden.


Der entscheidende Unterschied zur ISO 9001 besteht damit weniger darin, dass AQAP ein völlig anderes Qualitätsmanagementsystem verlangt.

Vielmehr wird das bestehende QMS vertragsspezifisch, nachweisorientiert, risikobasiert und unter Einbeziehung der staatlichen Qualitätssicherung erheblich erweitert. Konkret AQAP 2110 bezieht sich auf die ISO-9001-Anforderungen und ergänzt diese um NATO-spezifische Anforderungen.


Wir helfen Ihnen gerne mit


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weiter, um AQAP - Anforderungen erfüllen zu können, kommen Sie auf uns zu!

 
 
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